Preisinformation Erdgas zum 01.10.2022

Sehr geehrte Kundinnen und Kunden,

die Bundesregierung setzt aktuell alles daran, die Versorgung mit Erdgas sicherzustellen. Die Umlagen sind wichtig, um die Gasversorgung auch im kommenden Winter aufrecht zu erhalten. Das ist mit Kosten verbunden, die zum 1. Oktober 2022 über die sogenannte Gasspeicherumlage, die Gasbeschaffungsumlage und die Bilanzierungsumlage auf alle Erdgaskunden verteilt werden. Worum geht es dabei?

Gasbeschaffungsumlage nach § 26 EnSiG: Weil derzeit weniger russisches Erdgas zu uns gelangt als üblich, müssen Gasimporteure Erdgas von anderen Lieferanten zu deutlich höheren Preisen kaufen. Die Mehrkosten aus diesen Einkäufen tragen alle Erdgaskunden über die Gasbeschaffungsumlage. Die Höhe der Gasbeschaffungs-umlage beträgt 2,419 Cent/kWh (Netto) zzgl. der gültigen Mehrwertsteuer*.

Gasspeicherumlage nach § 35e EnWG: Damit im Winter genug Gas vorhanden ist, überwacht die für den deutschen Gasmarkt zuständige Dachorganisation Trading Hub Europe die Speicherung und den Zukauf von fehlenden Gasmengen. Die Kosten für die Tätigkeit fallen als Gasspeicherumlage an. Die Höhe der Gasspeicherumlage beträgt 0,059 Cent/kWh (Netto) zzgl. der gültigen Mehrwertsteuer*.

Bilanzierungsumlage: Zur Deckung des zu erwartenden Fehlbetrages aus dem Einsatz von Regel- und Ausgleichsenergie wird gemäß GaBi Gas 2.0, die bereits bestehende Bilanzierungsumlage angepasst. Die Bilanzierungsumlage erhöht sich für Standardlastprofilkunden (Haushalts- und Gewerbekunden) von aktuell 0,00 Cent/kWh (Netto) auf 0,57 Cent/kWh (Netto) zzgl. der gültigen Mehrwertsteuer*.

 

Allgemeine Preise für Haushalt, Gewerbe und Landwirtschaft
zum 1. Oktober 2022
 

Jahresverbrauch Monatlicher Grundpreis   Arbeitspreis pro kWh
ewo Ortenaugas netto € brutto €   netto ct brutto ct
bis 50.000 kWh/a 12,35 14,70 9,13 10,87
50.001 – 300.000 kWh/a 14,27 16,98 8,96 10,67
ewo Ortenau Biogas 10%          
bis 50.000 kWh/a 12,35 14,70 9,43 11,23
50.001 – 300.000 kWh/a 14,27 16,98 9,27 11,03

*Bruttopreise: Die Bruttopreise sind auf zwei Nachkommastellen gerundet und beinhalten die gesetzliche Umsatzsteuer von aktuell 19%. Derzeit berät die Bundesregierung zusammen mit der EU-Kommission, ob und in welcher Höhe eine Minderung der Mehrwertsteuer möglich ist. Es besteht daher die Möglichkeit, dass sich die Bruttopreise zu einem späteren Zeitpunkt in noch unbekannter Höhe reduzieren.